Programm

 

Die griechische Kulturgeschichte im Überblick

Philosophie steht nie allein; sie ist immer eingebunden in den Geist der Zeit.

Sie ist mit ihren Fragestellungen und Ergebnissen vom Geist der Zeit abhängig. Gleichzeitig beeinflusst sie diesen Geist aber auch und bewirkt seine Weiterentwicklung. Hierbei spielen politische, soziale, technische, künstlerische, religiöse und philosophische Faktoren in enger Wechselwirkung eine Rolle.

Das trifft auch auf die Aussagen zu, die die Philosophie zum Glück macht.

Glück

Was ist Glück?

Glück ist ein schwieriger Begriff. Von Anfang an, von der Zeit an, zu der sich der Mensch Gedanken über sich selbst gemacht hat, hat er über Glück nachgedacht. Und noch immer ist man nicht zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.

Das Streben nach Glück hat auf die persönliche Lebensgestaltung einen großen Einfluss. Die Lebensgestaltung hängt davon ab, was man unter Glück versteht, und wie man es zu erreichen glaubt.

Aristoteles

Was ist für Aristoteles Glück?

Aristoteles geht zunächst von einem sinnvollen und gelungenen Leben aus. Ein Leben ist dann gelungen, wenn es aus den Aktivitäten und Tätigkeiten besteht, die das wahre Menschsein ausmachen und die den Menschen vor allen anderen Lebewesen auszeichnen. Ein derartiges Leben führt zur Eudaimonia.

Glück ist also kein Selbstzweck, sondern folgt einem auf ein sinnvolles und gelungenes Leben gerichteten Handeln sozusagen als Zugabe nach.

Stoa

Der Mensch ist in die Allnatur als Teil eingebunden. Er ist in diesem Sinn ein Rädchen im großen Uhrwerk des Weltenablaufs. Ein erfülltes Leben besteht in der Forderung, sich dem Lauf der Natur anzupassen und die zugedachte Funktion im Uhrwerk bewusst und absichtsvoll zu erfüllen.

Glück ist kein Ziel und kein Selbstzweck. Glück ergibt sich als Folge eines Lebens, das den Ordnungen der Allnatur folgt.

Epikur und die Lebenskunst

Glück bedeutet für Epikur Seelenruhe (Ataraxia), die sich einstellt, wenn man von allen körperlichen Beeinträchtigungen, emotionalen Spannungen und von aller kognitiven Beunruhigung frei ist. Die Seele ruht wie ein stiller See, spiegelglatt und durch nichts gestört oder beunruhigt.

Diesen Zustand der Seelenruhe gewinnt man, indem man sich bescheidet und auf die Befriedigung der wirklichen Bedürfnisse beschränkt. Dazu kommt, dass man sich von Angst und

Schmerzen freihält, die die Seele beunruhigen können.